Fregatte “Hessen” kehrt nach über sechs Monaten in See aus Carrier Strike Group zurück

Fregatte "Hessen" und USS Harry S. Truman in See

Am Samstag, den 21. Juli 2018 um 10 Uhr, kehrt die Fregatte “Hessen” in ihren Heimathafen Wilhelmshaven zurück. Vor über sechs Monaten, am 15. Januar 2018, waren Schiff und Besatzung ausgelaufen, um Teil der “Carrier Strike Group Eight” (CSG 8) zu werden.

“Hier übte die Fregatte ‘Hessen’ zusammen mit anderen Einheiten der US Navy den Schutz des Flugzeugträgers ‘USS Truman’ vor Bedrohung durch gegnerische Über- und Unterwassereinheiten sowie Bedrohungen aus der Luft”, erklärt Fregattenkapitän Oliver Pfennig (43), Kommandant der “Hessen”.

Während die CSG 8 in dieser Zeit zweimal an der Operation “Inherent Resolve” teilnahm, wechselte die Fregatte “Hessen” verzugslos in den Einsatz “Sea Guardian”. Dieser mandatierte Einsatz steht im Dienste der maritimen Sicherheit. Das Aufgabenspektrum reicht von der Seeraumüberwachung bis zur Unterstützung anderer Verpflichtungen. So werden beispielsweise der EU-geführten Operation gegen Schleusernetzwerke, EUNAVFOR MED Operation “Sophia”, ein Lagebild und Logistik zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden die ständigen maritimen Einsatzverbände der NATO, die Standing NATO Maritime Groups (SNMG) unterstützt. Nachdem die Operation “Inherent Resolve” für die CSG 8 beendet war, wurde die Fregatte “Hessen” wieder in den Trägerverband integriert und nahm an verschiedenen Übungen mit der französischen Luftwaffe im Rahmen der French Air Defense Week in der Biskaya teil.

Nach der langen Zeit und rund 40.000 gefahrenen Seemeilen, freut sich die Besatzung auf ihre Familien und Freunde in der Heimat.

Hintergrundinformationen “Sea Guardian”:

Auf dem NATO-Gipfel in Warschau im Juli 2016 beschlossen die NATO-Mitgliedsstaaten, die Mission Operation “Active Endeavour” (OAE) im Mittelmeer durch “Sea Guardian” abzulösen. Anders als die Vorgängermission beruht “Sea Guardian” nicht mehr zentral auf der “Beistandsklausel” aus Artikel 5 des NATO-Vertrages, sondern auf NATO-Beschlüssen, Resolutionen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen sowie auf den Regeln des Völkerrechts. Während OAE die maritime Terrorismusabwehr im Fokus hatte, sind die Aufgaben von “Sea Guardian” weiter gefasst.

Wie zuvor erstellen Schiffe und Flugzeuge der Mitgliedsstaaten ein ständiges, aktuelles Lagebild im Mittelmeerraum. Die NATO nutzt dazu multinationale, netzwerkgestützte Informationssysteme der Allianz. Schiffe, die im Verdacht stehen, eine Verbindung zu terroristischen Organisationen zu haben oder Waffen zu schmuggeln, dürfen mit Zustimmung des Flaggenstaats und im Einklang mit dem Völkerrecht auf hoher See kontrolliert und durchsucht werden. Zugleich wirkt die Präsenz der Einsatzkräfte als präventiver Ordnungsfaktor.

Der Deutsche Bundestag entschied am 29. September 2016, dass die Bundeswehr sich an der Operation beteiligen kann. Die Operation hat am 9. November 2016 mit der Beteiligung mehrerer NATO-Schiffe und -Flugzeuge begonnen. Der Bundestag beschloss am 22. März 2018 den Einsatz “Sea Guardian” bis zum 31. März 2019 zu verlängern. (ots)

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